Sondierungsvorhaben zur Diagnostik und Förderung bei schulischen Entwicklungsstörungen (FoeDisEs)
In diesem Projekt wurde untersucht, wie häufig psychische Belastungen bei Kindern mit einer Lese-, Rechtschreib- und/oder Rechenstörung auftreten und in welchem Zusammenhang diese miteinander stehen. Die Erhebung fand online mit Hilfe einer App im Mai und Juni 2017 statt und wurde auf individuell vier Tage sowie einen fünften Zusatztag aufgeteilt. Die Stichprobe von 4.542 Schüler*innen der 3. oder 4. Klasse in Hessen und Bayern, die sich mindestens einmal in die App einloggten, ist weitestgehend repräsentativ mit einer leichten Überrepräsentation höherer elterlicher Bildungsniveaus sowie einer leichten Unterrepräsentation von Familien mit einem Migrationshintergrund. An den ersten vier Tagen wurden die Schüler*innen einerseits in ihrer Intelligenz und ihren schulischen Kompetenzen im Lesen, Rechtschreiben sowie Mathematik getestet und andererseits zu ihrem schulischen Selbstkonzept, Erfahrungen mit Mobbing sowie Symptomen von Angst und Depressionen befragt. 3.864 Kinder bearbeiteten alle dieser zentralen Tests und Fragebögen. Am optionalen fünften Tag wurde zudem ein neu entwickelter Rechtschreibtest durchgeführt. Die Eltern bearbeiteten parallel Fragebögen aus dem Diagnostik-System für psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter (DISYPS-II) zu internalisierenden (Depressionen und Ängstlichkeit) und externalisierenden (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Störung des Sozialverhaltens) Störungen ihrer Kinder und machten zudem Angaben zur deren Motorik und Gesundheitszustand. (Projekt/IQB)
- Forschungsdesign: Beobachtungsdesign
- Stichprobe: Schüler*innen der Jahrgangsstufen 3 (N=2.053) und 4 (N=2.467); Eltern (N=4.021)
- DOI: 10.5159/IQB_FoeDisEs_SUF_Off-site_v1
- Sperrvermerk/e: Nein
-
Migrationshintergrund
- Einwanderungzeitpunkt
- Nationalität (Kind)
- Muttersprache (Kind)
- Sprachen zu Hause
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Individuelle Merkmale
- ausfüllende Person
- Familienstand
- motorische Entwicklung und Koordination des Kindes (DCD-Q)
- Schwierigkeiten bei Sprachentwicklung (Kind)
- psychiatrische/neurologische Diagnosen (Kind)
- akute und chronische körperliche Erkrankungen (Kind)
- diagnostizierte Lese-/Rechtschreibstörung (Kind)
- diagnostizierte Rechenstörung (Kind)
- Medikamenteneinnahme (Kind)
- Alter (Kind)
- Geschlecht (Kind)
- Bundesland (Kind)
- Geburtsmonat
-
Familiärer Hintergrund
- Angehörige im selben Haushalt
- Anzahl der Geschwister (Kind)
- Lese-/Rechtschreibstörungen in der Familie
- Rechenstörungen in der Familie
- Aufmerksamkeits-/Konzentrationsstörungen in der Familie
- psychische Belastungen in der Familie
- Belastung durch einschneidende Lebensereignisse (Kind)
-
Personale Merkmale
- Störungen des Sozialverhalten des Kindes (FBB-SSV)
- aggressives Verhalten
- Ängstlichkeit des Kindes (SCARED-D)
- depressive Störungen des Kindes (FBB-DES)
- Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsstörungen des Kindes (FBB-ADHS)
-
Selbstbezogene Einstellungen
- Ängstlichkeit
- Einschätzung der eigenen Schulleistung
- Einschätzung der eigenen Beliebtheit
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Lern- und leistungsbezogene Einstellungen
- Interessen/Stärken des Kindes in bestimmten Fächern
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Schulbezogene Einstellungen und Verhaltensweisen
- Schwänzen
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Berufliche Situation
- Beruf der Eltern
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Ausbildung
- höchster Schulabschluss der Eltern
- höchster Ausbildungsabschluss der Eltern
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Bildungsbiografie
- Dauer des Schulbesuchs in Deutschland (Kind)
- Alter bei Einschulung
- Schulwechsel
- Gründe für längere schulische Fehlzeit des Kindes
- Klassenstufe (Kind)
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Private ICT-Nutzung
- Kind besitzt eigenes Handy/Tablet
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Häusliche Lernunterstützung
- Unterstützung mit Hausaufgaben
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Nachhilfeunterricht
- schulische/außerschulische Förderung in verschiedenen Bereichen
-
Elterliches Erziehungshandeln
- Streit bei Hausaufgaben oder schlechten Noten
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Soziales Klima
- eigene Mobbingerfahrung als direktes oder indirektes Opfer
- eigene Mobbingerfahrung als direkte*r oder indirekte*r Täter*in
-
Deviantes Verhalten
- Aggression-Normverletzung
- deviantes und aggressives Verhalten
-
Umgang mit Hausaufgaben
- Ort der Hausaufgabenbearbeitung
- Kind macht Hausaufgaben regelmäßig
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Klassenklima
- Beziehung des Kindes zur Lehrkraft
- soziale Eingebundenheit des Kindes in der Klasse
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Kognitive Lernergebnisse
- Zeugnisnoten
- Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben (Kind)
- Schwierigkeiten beim Rechnen (Kind)
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Domänespezifische kognitive Kompetenzen
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Mathematische Kompetenz
- Rechnen
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Testinstrumente Mathe
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CODY-M 2-4 - CODY-Mathetest für die 2.-4. Klasse
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Sprachliche Kompetenz
- Rechtschreibung
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Testinstrumente Sprache
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VSL - Verlaufsdiagnostik sinnerfassenden Lesens
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WLLP-R - Würzburger Leise Leseprobe - Revision
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WRT - Weingartener Grundwortschatz Rechtschreib-Test (versch. Versionen)
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Eigenentwicklung Sprache
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Deutsch
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Lesen
- Leseverständnis
- Lesegeschwindigkeit
- Lesegenauigkeit
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Phonologische Bewusstheit
- Morphologie
- sublexiklalisches Wissen
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Schreiben
- freie Textproduktion
- Lückentext
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Orthographie (Rechtschreibung)
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Wortschatz, aktiv (Lexik)
- lexikalisches Wissen
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Domänenübergreifende kognitive Fähigkeiten - z. B. Intelligenz, Gedächtnis, Kreativität, Reasoning, Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit, Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit
- logisches Denken
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Testinstrumente Intelligenz
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CFT 20-R - Grundintelligenztest
- Eltern
- Schüler*innen
- Hasselhorn, Prof. Dr. Marcus
- Schulte-Körne, Prof. Dr. med. Gerd
- Hasselhorn, Prof. Dr. Marcus
- Schulte-Körne, Prof. Dr. med. Gerd
Leerdatensätze
Um Ihnen einen ersten Überblick der Datensätze zu vermitteln, haben Sie hier die Möglichkeit, Leerdatensätze herunterzuladen.
Dokumentation
Hier finden Sie weiterführendes Dokumentationsmaterial zur Studie:
Wie ist die Stichprobe aufgebaut?
Die Stichprobe besteht aus 4.542 Familien, die sich mindestens einmal in die App eingeloggt haben. Hiervon zu unterscheiden sind unterschiedliche Fallzahlen, die auf unserer Studienseite und im Abschlussbericht des Projekts angegeben werden. 3.864 Kinder bearbeiteten alle zentralen Tests und Fragebögen, von denen 3.029 auch am optionalen Rechtschreibtest am fünften Tag teilnahmen. Für die einzelnen Erhebungstage werden im Abschlussbericht zusätzliche Fallzahlen angegeben; im nächsten Abschnitt wird beschrieben, wie diese zustande kommen. Seitens der Eltern liegt die Teilnahme bei 4.021 Personen. Diese haben mindestens einen Fragebogen vollständig ausgefüllt. Die im Abschlussbericht angegebene Anzahl von 3.601 bezieht sich auf die Eltern, die alle Fragebögen abgeschlossen haben. Kinder (bzw. Eltern), die einen Test oder Fragebogen nicht ausgefüllt haben, sind den instrument-spezifischen Variable (bspw. anamnese_complete) mit der Ausprägung „incomplete“ markiert.
Wie kommen die Fallzahlen der einzelnen Tage im Abschlussbericht zustande?
Für Tag 1 wird eine Teilnahme von 4.155 Kinder angegeben. Diese Anzahl reflektiert Personen, die den Fragebogen zum schulischen Selbstkonzept (SDQ) und den Intelligenztest (CFT 20) bearbeitet haben. Die Teilnahme am Mobbingfragebogen an diesem Tag wurde dabei nicht berücksichtigt. Die Anzahl für Tag 2 (n = 3.699) bildet eine vollständige Bearbeitung des CFT und des CODY-Tests ab, unabhängig vom Teilnahmestatus für den SDQ und den Mobbingfragebogen. Für Tag 3 wird nur die Teilnahme am WRT berichtet (n = 3.907). Die Fallzahl für Tag 4 (n = 3.864) bezieht sich nur auf die vollständige Bearbeitung des Kinder-Fragebogens zu Depressionen (Child-S), da dieser den Abschluss der zentralen Tests und Fragebögen darstellt. Die Zahl für Tag 5 (n = 3.029) spiegelt die vollständige Bearbeitung des Lückentextes wider. Die Aufgabe zur freien Textproduktion wurde nicht berücksichtigt, da sie nur von relativ wenigen Kindern bearbeitet wurde. Die Gesamtzahl teilnehmender Elternteile (n = 3.601) schließlich bildet die vollständige Bearbeitung aller Elternfragebögen bei gleichzeitiger Bearbeitung des Child-S-Fragebogens durch die dazugehörigen Kinder ab.
Literatur
Eine Auswahl an Publikationen finden Sie hier: