Literacy, Inklusion, Kommunikation (LINK)
Im LINK-Projekt wurde das Ziel verfolgt, eine Weiterbildungsmaßnahme zur Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte für inklusive Bildung zu entwickeln und zu evaluieren. Pädagogische Fachkräfte sollten befähigt werden, die Interaktion mit den Kindern so zu gestalten, dass auf der einen Seite Individualisierung als Grundprinzip einer inklusiven Praxis realisiert werden kann und dass auf der anderen Seite die Teilhabe aller Kinder unterstützt wird. Der Fokus wurde entsprechend auf die Gestaltung der Interaktion und auf die Implementierung konkreter Individualisierungs- und Teilhabeangebote gerichtet. Als Kontext wurden Literacy-Angebote gewählt. Diese bieten sich für inklusive Settings an, weil viele konkrete Beispiele sowohl zur Gestaltung von Gruppensituationen als auch zu möglichen individuellen Adaptionen gegeben werden können, die auch auf andere Situationen im Kita-Alltag übertragen werden können. Im Rahmen der Evaluation wurden 15 Interventionsgruppen mit 6 Kontrollgruppen in Bezug auf die inklusive Praxis und die Literacy-Angebote verglichen. Bei den Kindern wurden schriftsprachliche und prosoziale Fähigkeiten erhoben. Die Ergebnisse liefern den Nachweis der Wirksamkeit der Intervention in Bezug auf die Literacy-Angebote in den Gruppen und zeigen signifikante Veränderungen der Fähigkeiten der Kinder. Darüber hinaus konnte dokumentiert werden, bei welchen Indikatoren sich die inklusive Praxis in den Interventionsgruppen verändert hat (z. B. Adaptionen von Materialien und Gruppenaktivitäten, Unterstützung durch Erwachsene beim Freispiel, Unterstützung bei der Kommunikation) und in welchen Bereichen nicht (z. B. Konfliktlösung, Zugehörigkeit). (Projekt/IQB)
- Forschungsdesign: Quasi-Experimentelles Design
- Stichprobe: Kindergartenkinder (N=340); pädagogisches Personal (N=100); Kindergartengruppen (N=21); Kindergärten (N=6);
- DOI: 10.5159/IQB_LINK_v1
- Sperrvermerk/e: Ja
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Individuelle Merkmale
- Geschlecht
- Alter
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Personale Merkmale
- Geschlecht
- Alter
- Förderbedarf
- Medizinische Diagnose
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Lern- und leistungsbezogene Einstellungen
- Vertrautheit mit Büchern
- Verständnis von Vorgelesenem
- Interesse und Wissen über Schrift und Symbole: Erfahrungen mit Schrift
- Erfahrungen mit Buchstaben und dem ABC
- Phonologische Bewusstheit
- Interesse an mündlicher Sprache
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Persönlichkeit
- prosoziales Verhalten
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Berufliche Situation
- Berufsbezeichnung
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Berufserfahrung
- Dauer der Ausübung des derzeitigen Berufs
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Ausbildung
- Ausbildung
- Teilnahme an Sprachbildungsprogrammen als Person
- Teilnahme an Sprachbildungsprogrammen mit der Gruppe
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Ausstattung der Schule
- Leseecke
- Anzahl der Bücher im Gruppenraum
- Arten von Bücher
- Arten von Texten
- Gestaltung der Leseecke
- Präsentation der Bücher
- Bereitstellung von Schreibmaterialien
- Präsentation des ABCs
- Anpassung von Raum, Material und Ausstattung
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Lerngelegenheiten
- Funktionale und authentische Lese- und Schreibanlässe
- Erstellung und Nutzung persönlicher Materialien
- Aktive Nutzung von Möglichkeiten zum Einsatz von Schrift
- Anregung von Schreibgelegenheiten
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Freizeitaktivitäten und Peergruppe
- Beteiligung der Erwachsenen an den Interaktionen der Kinder
- Steuerung der Erwachsenen während frei gewählter Aktivitäten
-
Elternarbeit
- Professionelle Elternarbeit
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Unterrichtsgestaltung/Unterrichtspraxis
- Priorisierung des Dialogs beim Vorlesen
- Unterstützung des Dialogs
- Unterstützende Kommunikation durch Betreuende
- Erwachsene Lesen mit Kindern
- Klang in Wörtern
- Vorstufen des Schreibens
- Sprechen und Zuhören
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Lernklima
- Positive Fehlerkultur
- Unterstützung bei Konfliktlösung
- Zugehörigkeit
- Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern
- Unterstützung der Kommunikation
- Anpassung von Gruppenaktivitäten
- Gestaltung der Übergänge zwischen Aktivitäten
- positives Feedback
- Beobachtung der Lernens der Kinder
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Sonstiges
- Thematisierung der Lebenswelt der Kinder
- Inklusion beim Sprachlernen
- Spielerischer Umgang mit Sprache
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Eigenentwicklung
- BRIDGE-Bogen
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Lesen
- Lesewissen anwenden
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Phonologische Bewusstheit
- phonologische Bewusstheit
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Produktiv
- frühe schriftsprachliche Kompetenzen/Literacy
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Sprechen
- mündliche Sprache
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Schreiben
- Erfahrungen mit Schrift
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Fachkompetenz (Lehrkräfte)
- inklusive Praxis
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Sozialkompetenz
- prosoziales Verhalten
- Kindergartenkinder
- Sonstiges
- pädagogisches Personal
- Boenisch, Prof. Dr. Jens
- Sachse, Dr. Stefanie K.
- Sachse, Dr. Stefanie K.
Leerdatensätze
Um Ihnen einen ersten Überblick der Datensätze zu vermitteln, haben Sie hier die Möglichkeit, Leerdatensätze herunterzuladen.
Dokumentation
Hier finden Sie weiterführendes Dokumentationsmaterial zur Studie:
Weitere Informationen
- https://www.fbz-uk.uni-koeln.de/fileadmin/images/1-Link/LINK_Schlussbericht_Uni_Koeln_Kurzversion_HP.pdf
- https://www.fbz-uk.uni-koeln.de/projekte/link
Verknüpfung der Datensätze:
Die Datensätze können über ihre jeweiligen ID-Variablen verknüpft werden. Die ID-Variablen folgen dabei der nachstehenden Logik: 1Aa=Gruppe; 1Aa-001=Kind aus der Gruppe 1Aa; 1AaF-001=Fachkraft aus der Gruppe 1Aa.
Gruppendatensatz:
Mit den Abkürzungen im Variablenlabel der Variablen T1icp1_5_2 bis T1icp12_5_3 ist folgendes gemeint:
B) = Beobachtung; I) = Interview; DE) = Dokumenteneinsicht; Erläuterung: z. T. war es möglich/nötig, die Beobachtungen mit dem ICP zusätzlich durch einige Fragen an die Fachkräfte oder durch die Einsicht in Dokumente (wie z. B. Planungen usw.) zu stützen
In den Variablen T1kes2_1_1 bis T1kes6_7_4 korrespondieren die Zahlen im Variablennamen zu den jeweiligen Items der KES-E-Skala.
Technical Report:
Die Variablen, die zum zweiten Messzeitpunkt erneut erhoben wurden, werden nicht im Technical Report gesondert ausgeführt. Die jeweiligen Variablen, die zu T2 erhoben wurden, sind bedeutungsgleich mit den korrespondierenden Variablen zu T1.
Literatur
Eine Auswahl an Publikationen finden Sie hier: